Archiv für August 2013

Einiges los im August und September

Am 27. August möchte die rechte Partei „Pro Deutschland“ gleich zwei Kundgebungen in Münster abhalten. Zum einen von 10:00 – 11:00 Uhr vor der Moschee am Meßkamp und zum anderen von 12:00 – 13:00 Uhr vor einem linken Infoladen am Nieberding.
Der Partei „Pro Deutschland“ wurde schon am 21.08. August in Berlin Hellersdorf gezeigt, dass sie nicht willkommen sind, wo relativ spontan 150 Menschen gegen die 6 Rechtspopulist_innen demonstrierten, welche später auf der Liebigstr. auf lautstarken Protest stießen und mit Knallkörpern in Empfang genommen worden sind.
Es wird auch in Münster Gegenproteste geben, die optimalerweise genauso kraftvoll und vielseitig aussehen sollen wie die gegen die NPD Kundgebung vor zwei Wochen. Diese wurde von über 1200 Demonstrant_innen belagert. Die Nazis konnten weder ihr eigenes Wort verstehen, noch genügend Deckung suchen vor dem Gemüse mit welchem sie beworfen worden sind und wurden zwei Stunden an ihrer Abreise gehindert.
Treffpunkt ist um 09:00 morgens am Messkamp. Bringt am besten laute Sachen mit und überlegt euch kreative Aktionen.

Ticker für den 27.08.
Artikel zu den Protesten gegen die NPD

In Berlin Hellersdorf, sowie in Duisburg in den Peschen spitzt sich gerade die Situation zu. Unter vielen Anwohner_innen bildet sich eine Art Progromstimmun gegen dort ansässige Flüchtlingsheime. An beiden Orten kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit rassistischen Bürger_innen sowie organsierten Nazis, die die Situation anstacheln und von ihr profitieren wollen.
Die Polizei verheimlicht, dass es bereits Steinwürfe gegen das Heim gab und in Duisbrug Einwohner_innen sogar mit Messern bedroht worden waren.
In Berlin wurde eine dauerhafte antifaschistische Kundgebung vor dem Heim aufgebaut, um die Flüchtlinge zu schützen. Es werden noch Personen für Schutzschichten vor Ort gebraucht, so wie Sachspenden.

Twitterkanal Berlin
Facebookseite Berlin
Twitterkanal Duisburg

Eine Gruppe von Grevener Jugendlichen stampft zum 31.08. das Punkevent „Bananenbrotfestival“ aus der Erde, welches sich ab 16:00 Uhr in der Kulturschmiede Friedrich-Ebertstr. 5 besuchen lässt. Der Eintritt beträgt 7 Euro und neben veganen Essenund einem Infotisch gibt es auch noch Fahnenflucht (D-Punk), Chaos & Sandale (D-Punk), Alienate (Geballer) und Under Hoods (Hardcore) auf die Ohren.

Facebookseite des Festivals

Am 14.09. findet in Osnabrück die antifaschistische Demonstration „Dont Stop Moving“ statt, die sich gegen die lokalen Nazistrukturen, aber auch gegen rassistische Alltagsverhältnisse wie beispielsweise die Vorfälle in einigen Osnabrücker Diskos richtet.
Starten wird das ganze ab 14:00 Uhr am Ledenhof und ist Teil eines größeren Programms im Rahmen der „Antifa Action Days“ in Osnabrück. Angeboten werden zusätzlich ein Rechtshilfeworkshop mit der Roten Hilfe, ein Vortrag zum Thema Rassismus, offene Kneipe und ein abschließendes Solikonzert mit 13th House (Hip-Hop) , Kopfkino (Punk), 100 Blumen (Elektro Punk) und DJ Callisto (Drum n‘ Bass).

Infos für Antifa Action Days

Ebenfalls am 14.09. findet das „Detten Rockt Festival“ gegen Rassismus und Diskriminierung in Emsdetten am Alten Klärwerk statt. Neben Infoständen, leckerem Essen und kühlen Getränken erwartet euch natürlich ein musikalisches Programm. Der Eintritt ist kostenlos.

Infos Detten Rockt

Interessant wird auch die „Recht auf Stadt Aktionswoche“ in Münster die vom 08.-14.09 stattfinden wird. Das Programm wird in Kürze herausgegeben. Inhaltlich äußert sich die Vrobereitungsgruppe in einem Flyer folgendermaßen: „Wir erleben gerade, wie in Münster und vielen anderen Städten in Deutschland die Mietpreise explodieren und für viele Menschen kaum noch bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Zugleich verwandelt sich die Stadt immer mehr in ein Unternehmen, das nicht nach sozialen und ökologischen Kriterien, sondern nur noch nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt wird: Gemäß der Logik der Profitmaximierung, zum Wohle anderer Unternehmen und zum Wohl derer, die sich diese Stadt leisten können. Das Resultat sind Zerstörung sozialer Strukturen, Ausgrenzung und der Ausverkauf öffentlicher Güter und Infrastruktur.“

Infos Recht auf Stadt – Wochen

Am 28.09.2013 feiern die Antifaschistische Linke Münster und die Autonome Antifa Rheine ihr fünfjähriges Bestehen mit einer dicken Fete in der Baracke. Es wird ein Konzert mit der Band Leidkultur (Hardcore Punk) und weitern Bands geben und anschließend eine Party mit Cocktails, Funk, 90er Trash und Punkrock-Klassikern. Der Spaß kostet 5 Euro und findet in der Scharnhorststr. 100 statt.

Infos unter: ALM oder AAR

Emsdettener Nazi schlägt zweimal zu.

Ende Juli/Anfang August bespuckte der Neonazi Bodo Hollenborg in einem Zug eine Gruppe Jugendlicher und wollte daraufhin schnell aussteigen. Eine Person folgte ihm und stellte den Nazi zur Rede, der zu seiner Verwunderung nun vor der noch verschlossenen Zugtür stand. Bodo Hollenborg wurde aggressiv und versuchte der angegriffenen Person gegen den Brustkorb zu schlagen, wobei der Schlag abgelenkt wurde. Als die Tür aufging, bemerkte Bodo die Misslichkeit seiner Lage, zögerte erst und flüchtete sich dann Richtung Innenstadt, wobei er von einer Personengruppe verfolgt wurde. Er geriet in Panik und verschanzte sich in einem Sonderpostenmarkt in der Nähe der Rheinerstraße.

Der zweite Vorfall ereignete sich am 22.08. gegen 18:00 im Kaufland Emsdetten. Vor den Kassen griff er eine Personengruppe mit zwei Faustschlägen an. Eine Person ergriff ihr Recht auf Notwehr und wehrte einen Schlag ab und striff Bodos Gesicht anschließend mit einem Faustschlag. Bodo flüchtete anschließend wieder, die Gruppe verfolgte ihn und stellte ihn vor dem Markt.
Dort wurde er ziemlich kleinlaut und wusste nicht recht was er sagen sollte.
Die Situation entschärfte sich als sich eine Passantin und zwei Mitarbeiter von Kaufland sich mit dem Neonazi solidarisierten und die angegriffenen Personen von Bodo abließen. Diese wurden später noch von einem der Mitarbeiter Kauflands beleidigt.
Auf eine Nachfrage hin wurde den Angegriffenen mitgeteilt, dass der Emsdettener Nazi nun Hausverbot bei seiner ehemaligen Arbeitsstelle habe. Was davon umgesetzt, wird ist abzuwarten, es war nicht das erste Mal, dass es zu Beleidigungen und Grenzüberschreitungen in dem Laden gekommen ist. Zum Schluss möchten wir noch einmal stark kritisieren, dass zwei Mitarbeiter den Nazi unterstützten und die Angegriffenen beleidigten, obwohl dieser angegriffen hatte.

Wenn ihr weitere Infos zu Nazis, ihren Aktivitäten oder Treffpunkten habt schreibt uns einfach.

Update NPD Kundgebungen in Münster und Osnabrück

Die NPD Kundgebung in Münster findet bereits am Donnerstag den 15.08 statt. Angemeldet ist sie ab 15.00 vor dem Satdthaus 1.
Des weiteren ist am 16.08 eine NPD Kundgebung in Osnabrück geplant. Diese soll am Bahnhof stattfinden und um 9 Uhr beginnen

weitere Infos zu den Protesten
Antifa Linke Münster
Antifa Osnabrück

NPD bereitet sich auf Wahlkampfflop in Münster vor.

Am Freitag den 16.08. plant die NPD während ihrer „Deutschlandtour“ einen Zwischenstop in Münster. Das letzte Mal trafen die ca. 10 Nazis auf den entschlossenen Protest von 850 Menschen. Kommt alle am 16.08. nach Münster, bringt Obst und Gemüse mit und sorgt dafür, dass die Wahlkampftour wieder in den starken Protesten untergeht.
Die „Antifaschistische linke Münste“r beteiligt sich and den Protesten und hat folgenden Text veröffentlicht:

„Nachdem die Neonazi-Partei NPD bereits letztes Jahr eine Kundgebung am Bremer Platz abgehalten hat und mit nur ca. 10 TeilnehmerInnen gegen 850 GegendemonstrantInnen völlig untergegangen ist, plant sie im Rahmen ihrer Kampagne zur Bundestagswahl nun wieder eine Kundgebung in Münster abzuhalten.

Die Neonazis wollen am 16.08 an einem bisher unbekannten Ort eine Kundgebung abhalten. Die Kundgebung ist Teil einer “Deutschlandtour” der NPD, mit der diese ihre rassistische Hetze verbreiten will. Vermutlich werden mehrere Redner aus der NPD-Bundesführung sprechen. Daneben werden mit Markus und Matthias Pohl zwei NPD-Landesvorstandsmitglieder aus dem Münsterland mutmaßlich an der Kundgebung teilnehmen. Markus Pohl ist ein mehrfach wegen Volksverhetzung vorbestrafter Neonazi.Im Jahr 2000 wurde er wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung verurteilt wurde, nachdem er zusammen mit einer Gruppe Neonazis drei Männer mit Migrationshintergrund zusammengeschlagen hatte.

Die Kundgebung in Münster wird seitens der NPD noch geheim gehalten. So hofft die NPD nach den Erfahrungen aus dem letzten Jahr auf möglichst wenig Gegenprotest. In Münster werden nun Protestaktionen vorbereitet. ‘‘Wir möchten an den breiten und entschlossenen Protest aus dem letzten Jahr anknüpfen und so der NPD und ihrer rassistischen Hetze eine klare Absage erteilen‘‘, so Merle Linkowski, Pressesprecherin der Antifaschistischen Linke Münster.

Aktuelle Informationen rund um die NPD-Kundgebung und zu den Gegenprotesten werden wir hier und bei facebook und Twitter veröffentlichen.“

Update 08.Mai 2013-“PI News“ (Politically Incorrect News) setzte Stadtverwaltung unter Druck

Wie das OAT am 08.08.2013 in einer Pressemitteilung bekannt gab, wurde dass Konzert am 08. Mai in Emsdetten auf Grund einiger weniger „Politically Incorrect News“ Aktivist_innen behindert, welche die Stadtverwaltung unter Druck setzten. Hier der Text der Gruppe:

„Zum Jahrestag der Befreiung vom Faschismus organisierte das Offene Antirassistische Treffen Emsdetten (OAT) ein Konzert im Jugendzentrum JUZ, welches am Veranstaltungstag mit einer Auflage beladen worden ist, welche das Konzert verunmöglichte. So hieß es, dass der Auftritt des Künstlers Holger Burner untersagt wird, falls die Veranstalter_innen keinen Tonmitschnitt anfertigen würden, welcher der Presse im Falle negativer Berichterstattung bereitgestellt werden kann. Dass so kurzfristig kein geeignetes Equipment dafür gestellt werden konnte und daher Stadtspitze und Ordnungsamt persönlich eingeladen worden sind, um sich ein Bild vor Ort zu machen, wurde im Nachhinein ebenso ignoriert oder heruntergespielt wie die Tatsache, dass es am 07.05.2013 ein Gespräch mit einer Vertreterin der Stadt gegeben hat, in der klargestellt worden ist, dass das Konzert am nächsten Tag ohne Auflagen stattfinden könne, wenn der Träger des JUZ die Verantwortung für den friedlichen Ablauf des Konzerts trage.

Nun stand die Frage im Raum, warum der Bürgermeister Georg Moenikes so kurzfristig seine Meinung änderte? In einem persönlichen Gespräch am 15.06.2013 vermittelte uns dieser, dass weder er, noch sein Stellvertreter Elmar Leuermann ein persönliches Interesse daran gehabt hätten, das Konzert zu verhindern. Schuld seien lediglich eine Welle von E-Mails, welche die Stadtverwaltung am Morgen des 08.05.2013 erreichten, außerdem habe es beispielsweise einen Drohanruf bei dem Stellvertreter des Bürgermeisters gegeben. Noch während dieses Gespräches wunderte der BM sich, warum aus dem gesamten Bundesgebiet, so plötzlich Nachrichten gekommen waren, die ihn und seinen Vertreter verunglimpften, bedrohten und in die Verantwortung nahmen, das Konzert zu unterbinden.

Die gesamten nächsten Monate argumentierte die Stadtspitze jeweils mit dem Argument, dass es so viele empörte „Bürger_innen“ gegeben habe, dass sie sich in der Verantwortung sahen, die Auflagen zu erheben. Leider fragte sich dabei niemand der Verantwortlichen, von wem diese E-Mails eigentlich kamen.

Rund drei Monate später sind wir schlauer: Recherchen haben ergeben, dass das rechtspopulistische Netzwerk „Politically Incorrect News“ am 07.05.2013 einen Aufruf schrieb, der die Nutzer des Netzwerkes anstachelte, das Konzert zu verhindern, indem alle möglichen Mitglieder und Nutzer_innen E-Mails an die Statdverwaltung schreiben sollen. Verbreitet wurde dieser Aufruf über eine Vielzahl anderer rechter Internetseiten z.B.: Counterjihad.org, michael-mannheimer.info,
multibits.de, deutschelobby.com … In den Chatleisten des Artikels finden sich siegessichere Kommentare, die belegen, dass viele Menschen dieser Idee nachgegangen sind und so zur Verhinderung unseres Konzertes beigetragen haben. So titelt ein User: „Das Konzert des Antifa Gewaltrappers in Emsdetten ist abgesagt. Offenbar hat PI durch den Artikel dabei mitgewirkt.“

Wir finden es unmöglich, dass antirassistisches Engagement in Emsdetten durch die Stadtspitze erschwert wird, weil circa 20 Nazis und Rechtspopulisten verstreut im ganzen Bundesgebiet mal eben ein paar E-Mails schreiben. Es ist unmöglich, dass nicht einmal die eigenen Quellen seitens der Verwaltung hinterfragt wurden, obwohl der PI-Bericht in der Pressesammlung des BM am 15.05.2013 hinterlegt war. Es ist unmöglich, dass eine Vielzahl von antirassistischen Aktivist_innen daraufhin öffentlich als Lügner_innen, Krawallmacher_innen und irrational handelnde Chaot_innen dargestellt werden, obwohl das Szenario, welches zu den Auflagen führte, künstlich von Nazis erstellt worden ist. Und das in einer Stadt, in der rechte Übergriffe bittere Realität für engagierte Menschen sind, und Stadt und Polizei sich anscheinend nicht fähig sehen, zu intervenieren.

Wir möchten niemanden Kalkül bei dem Geschehen rund um den 08.Mai unterstellen, jedoch fehlendes Reflexionsvermögen. Wir möchten niemanden in die Mangel nehmen, jedoch Antifaschismus wirksam gestalten können und den Opfern des Faschismus ungestört Gedenken können und werden uns wehren, wenn wir ungerecht behandelt werden. Wir möchten keine politischen Türen schließen, sondern sind offen für Gespräche und Verhandlungen, in denen uns mit Respekt und auf Augenhöhe begegnet wird.

Nun wo klar ist, dass der ganze Stress ein paar Dutzend Nazis zu verdanken ist und alles ein furchtbar peinliches Missverständniss war, dürfte einem erneuten Konzert mit den Künstler_innen nun nichts mehr im Wege stehen, oder?

Pressemitteilung 1
Zusammenfassung der Ereignisse rund um den 08 Mai

Pressemitteilung 2
Der 08 Mai ist noch nicht vorbei

Pressemitteilung 3
die Spielregeln der Ratssitzung am 28.05