Naziübergriff in Kneipe – Prozessauftakt in Ibbenbüren

Naziübergriff in Emsdettener Kneipe

Am Samstag den 10. November griff der Emsdettener Neonazi Bodo H. Einen jungen Mann in einer Emsdettener Kneipe an. Er versetzte ihn einen Schlag und baute sich dann mit mehreren anderen Personen vor dem opfer auf, dieses verließ schnell den Laden. Weder der Wirt noch andere Besucher_innen schritten ein oder versuchten in irgendein erweise das Vorhaben zu stoppen.
In den letzten Wochen gab es immer wieder Meldungen von Emsdettener und Rheiner Nazis die sich Samstagsnacht in den Kneipen tummelten, die sich nicht am 13.10. zur Nazifreienzone erklärten. Die Nazis Bodo H., Phillip K., Martin Wegerich (alle Emsdetten) eine Person aus Rheine und andere schlossen sich den gemeinsamen Partynächten an. Dabei belästigten sie nicht nur vermeintliche Antifaschist_innen sondern auch andere Gäste die sie willkürlich, zu stören schienen und knüpften ein paar lose Kontakte zu regelmäßigen Besucher_innen der Gaststätte.

Wir fordern die Betreiber_innen, Wirte, und Zivilbevölkerung auf sich dieser entwicklung gemeinsam inden Weg zu stellen. Jede_r der/die Lust hat sich mit seiner Geschäftsstelle am Projekt „Nazis die Räume nehmen“ zu beteiligen kann das weiterhin mit einer Anmeldung unter der E-mail: ksfn@gmx.de machen. Wer den Nazis einen Platz zu feiern bietet, bietet ihnen gleichzeitig einen Platz um ihre Strukturen aufzubauen, Kontakte zu knüpfen und Rassismus gesellschaftsfähig zu machen.


Prozessauftakt der Brandstifter von Hopsten

„In der Nacht zum 14. April diesen Jahres bauten 6 Menschen einen Brandsatz und warfen ihn anschließend auf den Balkon eines Wohnhauses. Eine Matratze fing Feuer und es ist nur dem beherzten Eingreifen eines Zeugen zu verdanken, dass die Bewohner_innen gewarnt und das Feuer rechtzeitig gelöscht werden konnte. Da die Täter nach dem Wurf einfach verschwanden, nahmen sie mindestens schwere Verletzungen der Bewohner_innen billigend in Kauf.
In ihrer Vernehmung gaben die sechs Tatverdächtigen unter anderem rassistische Motive für ihre Tat an, zum Beispiel durch die Aussage, dass Ausländer in einem Ort wie Hopsten nichts zu suchen hätten. In einer aktuellen Aufstellung des Landes NRW wird der Anschlag deswegen als mögliche rechts motivierte Straftat aufgelistet. Die zuständige Staatsanwaltschaft Münster erklärte allerdings schon in ihrer ersten Pressemitteilung, die Tat sei nicht “in erster Linie von Ausländerfeindlichkeit geprägt, sondern zumindest auch von persönlichen Reibereien” geprägt. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen wurde eine rassistische Motivation nicht mehr ausreichend berücksichtigt. Die Tat wurde entpolitisiert. Da nach Jugendstrafrecht verhandelt wird, ist eine unabhängige Beobachtung des Prozesses kaum möglich.
Am 19.11. um 8:30h beginnt der Prozess in Ibbenbüren. Die Täter wurden lediglich wegen versuchter Brandstiftung angeklagt.
Wir wollen uns mit der betroffenen Familie solidarisieren und gemeinsam gegen Rassismus demonstrieren. Der Umgang der Staatsanwaltschaft ist für uns unverständlich und nicht hinnehmbar!
Deswegen findet am Samstag, den 17.11. um 11Uhr auf dem Neumarkt in Ibbenbüren eine Kundgebung verschiedener antifaschistischer und antirassistischer Gruppen statt.“