Archiv für November 2012

Nazi in Rheine aus der Anonymität geholt

In der Nacht des 26.11.2012. wurde der 22-jährige Nazi, Jens Baumann in der Rheiner Innenstadt und vor seinem Arbeitgeber, Gießerei Reckers aus Rheine-Mesum, als aktiver Neonazi geoutet.
In der Innenstadt sollen zahlreiche Plakate angebracht worden sein, wie einem ensprechenden Artikel im Internet zu vernehmen ist.
Jens Baumann treibt sich seit einigen Monaten mit Emsdettener Neonazis herum unter ihnen Martin Wegerich, Phillip K. Und Bodo H. So versuchte er während des Rock am Brink Festivals in Emsdetten die, nach Abschluss der Veranstaltung, verbliebenen Gäste einzuschüchtern, beteiligte sich an einigen Demonstrationen und fiel in den letzten Wochen in einer Emsdettener Kneipe auf, wie er und eine Gruppe Neonazis Gäste einschüchterten und eine Person der Gruppe einem Jugendlichen Gewalt antaten.

Wenn ihr Informationen über weitere Naziaktivitäten habt, lasst sie euren lokalen Antifagruppen zukommen.

Emsdettener Neonazis auf Trauermarsch in Remagen

Während des 24.11.2012. wurden die Emsdettener Neonazis Bodo H., Martin Wegerich sowie der Rheinenser Jens Baumann, der aus Chemnitz hierher zog, auf einem Trauermarsch, der von Freien Kräften in Remagen veranstaltet worden ist, gesehen. An der Veranstaltung nahmen noch 150 andere Rechte teil, die gemeinsam zum Gelände des ehemaligen Alliierten Kriegsgefangenenlagers ziehen wollten um den Menschen zu Gedenken die den deutschen Vernichtungsfaschismus ermöglichten. Insgesamt waren über 900 Polizeikräfte anwesend, die den Nazis den Weg ermöglichten. Die Gruppe der Emsdettener und Rheiner Nazis hatte sich in den letzten Wochen schon das ein und andere Mal auf die Reise zu verschiedenen regionalen und überregionalen Nazidemonstrationen gemacht.

Naziübergriff in Kneipe – Prozessauftakt in Ibbenbüren

Naziübergriff in Emsdettener Kneipe

Am Samstag den 10. November griff der Emsdettener Neonazi Bodo H. Einen jungen Mann in einer Emsdettener Kneipe an. Er versetzte ihn einen Schlag und baute sich dann mit mehreren anderen Personen vor dem opfer auf, dieses verließ schnell den Laden. Weder der Wirt noch andere Besucher_innen schritten ein oder versuchten in irgendein erweise das Vorhaben zu stoppen.
In den letzten Wochen gab es immer wieder Meldungen von Emsdettener und Rheiner Nazis die sich Samstagsnacht in den Kneipen tummelten, die sich nicht am 13.10. zur Nazifreienzone erklärten. Die Nazis Bodo H., Phillip K., Martin Wegerich (alle Emsdetten) eine Person aus Rheine und andere schlossen sich den gemeinsamen Partynächten an. Dabei belästigten sie nicht nur vermeintliche Antifaschist_innen sondern auch andere Gäste die sie willkürlich, zu stören schienen und knüpften ein paar lose Kontakte zu regelmäßigen Besucher_innen der Gaststätte.

Wir fordern die Betreiber_innen, Wirte, und Zivilbevölkerung auf sich dieser entwicklung gemeinsam inden Weg zu stellen. Jede_r der/die Lust hat sich mit seiner Geschäftsstelle am Projekt „Nazis die Räume nehmen“ zu beteiligen kann das weiterhin mit einer Anmeldung unter der E-mail: ksfn@gmx.de machen. Wer den Nazis einen Platz zu feiern bietet, bietet ihnen gleichzeitig einen Platz um ihre Strukturen aufzubauen, Kontakte zu knüpfen und Rassismus gesellschaftsfähig zu machen.


Prozessauftakt der Brandstifter von Hopsten

„In der Nacht zum 14. April diesen Jahres bauten 6 Menschen einen Brandsatz und warfen ihn anschließend auf den Balkon eines Wohnhauses. Eine Matratze fing Feuer und es ist nur dem beherzten Eingreifen eines Zeugen zu verdanken, dass die Bewohner_innen gewarnt und das Feuer rechtzeitig gelöscht werden konnte. Da die Täter nach dem Wurf einfach verschwanden, nahmen sie mindestens schwere Verletzungen der Bewohner_innen billigend in Kauf.
In ihrer Vernehmung gaben die sechs Tatverdächtigen unter anderem rassistische Motive für ihre Tat an, zum Beispiel durch die Aussage, dass Ausländer in einem Ort wie Hopsten nichts zu suchen hätten. In einer aktuellen Aufstellung des Landes NRW wird der Anschlag deswegen als mögliche rechts motivierte Straftat aufgelistet. Die zuständige Staatsanwaltschaft Münster erklärte allerdings schon in ihrer ersten Pressemitteilung, die Tat sei nicht “in erster Linie von Ausländerfeindlichkeit geprägt, sondern zumindest auch von persönlichen Reibereien” geprägt. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen wurde eine rassistische Motivation nicht mehr ausreichend berücksichtigt. Die Tat wurde entpolitisiert. Da nach Jugendstrafrecht verhandelt wird, ist eine unabhängige Beobachtung des Prozesses kaum möglich.
Am 19.11. um 8:30h beginnt der Prozess in Ibbenbüren. Die Täter wurden lediglich wegen versuchter Brandstiftung angeklagt.
Wir wollen uns mit der betroffenen Familie solidarisieren und gemeinsam gegen Rassismus demonstrieren. Der Umgang der Staatsanwaltschaft ist für uns unverständlich und nicht hinnehmbar!
Deswegen findet am Samstag, den 17.11. um 11Uhr auf dem Neumarkt in Ibbenbüren eine Kundgebung verschiedener antifaschistischer und antirassistischer Gruppen statt.“

Umfangreiche Mobiveranstaltungen im Münsterland

Der VVN/BDA und zahlreiche antifaschistische und soziale Gruppen rufen auf sich am 10.11.2012 an der Demonstration „Verfassungsschutz auflösen – Rassismus bekämpfen“ zu beteiligen. Die Forderung des Bündnisses ist unmissverständlich klar und erteilt einer Reformierung der Geheimdienste ein striktes NEIN. Ein Jahr nach dem die NSU Affäre an die Öffentlichkeit kam und beinahe wöchentlich immer neue, dreistere Skandale an das Licht gelangen, werden wir uns in Chorweiler versammeln und zusammen zum Bundesamt für Verfassungsschutz ziehen um unsere Forderungen in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, die Problematik, der Praxis der Geheimdienste zu kritisieren und Rassismus eine Absage zu erteilen.
Im Zuge der Mobilisierung finden vielerlei Orts Veranstaltungen statt. So z.B. am 01.11.2012 in Emsdetten in der Koje, bei der die Besucher einiges über die Hintergründe des NSU und dem damit verstrickten Exekutivskandals zu hören bekamen. Eine weitere Chance, mehr über die Demo zu erfahren findet sich am 07.11. ab 20:00 Uhr im Club Courage bei der Katharina König, Mitglied des Untersuchungsausschusses, referieren wird.
Von Emsdetten aus wird es am 11.eine öffentliche Anreise via Zug um 09:00 Uhr am Bahnhof geben.

weitere Infos:hier