Archiv für März 2012

Die OAT AG lädt ein zum „Offenem Antirassistischem Treffen“

Nun ist es soweit, ab Mittwoch den 11. April wird es in Emsdetten ein regelmäßig stattfindendes Treffen geben für alle die sich zum Thema Anti-faschismus, -rassismus, -sexismus … engagieren wollen. Die Veranstaltung wird um 19:00 Uhr in dem Jugendzentrum Ko je starten und voraussichtlich bis 21:30 laufen. Für Jede/n der/die Lust hat sich zu informieren, sich zu vernetzen, sich auszutauschen Veranstaltungen (Konzerte, Demos, Infopartys…) zu organisieren oder einfach nur seine/ihre Probleme loszuwerden soll das OAT eine Basis bieten um öffentliche antifaschistische Strukturen in Emsdetten aufzubauen. Der Kreativität sollen dabei keine Grenzen gesetzt werden und jede/r Besucher/in der/die interessiert ist sollte sich am Planungsprozess beteiligen, so dass das Treffen ein kreatives Resultat aus vielen Verschiedenen Ideen wird. Das OAT soll überparteilich, gewaltenfrei und nicht hierarchisch strukturiert sein und selbstverständlich wird Menschen die dem rechten Spektrum zu zuordnen sind kein Einlass gewährt. Nähere Infos über das Programm…gibt es in Kürze oder unter http://antiraems.blogsport.de/

11.April 2012 19:00 Uhr 48282 Emsdetten Jugendzentrum Koje Grevener Damm 133

M31 ` Cause Capitalism Is The Crisis

m31 banner

Am 31. März 2012 wird der europäische Aktionstag gegen Kapitalismus stattfinden.
Dazu gehören neben einer zentralen Demonstration in Frankfurt viele
dezentrale Aktionen, Demonstrationen, Vorträge… in allen Ländern Europas.
Es wird eine gemeinsame Busreise aus Münster und Osnabrück nach Frankfurt geben.
Die Tickets sind für 20 €uro zu haben und sind entwederam Montag den 19.03.2012 ab 20:00 Uhr im SubstAnZ, Frankenstraße 25a in Osnabrück oder am
Dienstag, den 20. März ab 20 Uhr im Interkulturellen Zentrum Don Quijote, Scharnhorststr. 57 in Münster zu erstehen.
Gleichzeitig dienen die Treffen als Infoveranstaltung.

M31 Bündnis NRW: march31.net/de/nrw/ FAU Münster: fau-muensterland.de/

Hierzu ein Text von der FAU/Münster:
„Die Herrschenden in den Mitglieds- und Beitrittsstaaten der EU reagieren auf die Krise des real existierenden Kapitalismus mit mehr “Wettbewerb” und einem brutalen Sparkurs, der nicht nur Griechenland betrifft, sondern als Modell für weitere Staaten dient und sich letztlich auch auf die Staaten Mittel- und Nordeuropas auswirken wird. Für einen Großteil der Bevölkerung bedeutet dies eine zunehmende Verarmung und Verschärfung ihrer Lebensbedingungen:
Soziale Sicherheiten werden gestrichen, öffentliche Güter privatisiert, die Rechte von Lohnabhängigen beschnitten und soziale Kontrollen verschärft. Nach einer aktuellen Studie der Uni Duisburg-Essen arbeiten etwa 23 Prozent der Beschäftigten in Deutschland inzwischen im Niedriglohnsektor und müssen mit weniger als 9 Euro 15 brutto pro Stunde auskommen. Fast 800.000 Vollzeitbeschäftigte erhalten weniger als sechs Euro pro Stunde und kommen damit auf einen monatlichen Verdienst von weniger als 1.000 Euro brutto. Deutschland ist das einzige Land in der EU, in dem der Reallohn in den vergangenen Jahren um 0,8 Prozent gesunken ist.
In Griechenland geben doppelt so viele Familien wie im vorigen Jahr ihre Kinder in SOS-Kinderdörfer, weil sie sie nicht mehr ernähren können.
In Spanien ist jeder zweite Jugendliche bis 25 arbeitslos, in den USA jeder fünfte.
Doch diese Verhältnisse sind von Menschen gemacht und können daher auch von uns verändert werden! Wir wollen uns europaweit organisieren, der Europäische Aktionstag ist ein erster Schritt in diese Richtung.“

Münster 03.03.12. Protest im Schatten der Repression

An den Gegenprotesten des Naziaufmarsches mit 300 Teilnehmer/innen in Münster beteiligten sich über 130 Organisationen und insgesamt Ca. 7000 Teilnehmer/ innen. Die Polizei begann schon in den Abendstunden des 02.03. mit 1500 Bullen im Einsatz das Rumphorst Viertels in Münster Zentrum Nord hermetisch zu verriegeln und zeigte sich auch am Folgetag durch ein aggressives und äußerst gewaltbereites Auftreten und gab sich alle Mühe Anwohner sowie Protestierende einzuschüchtern.
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1000 Kreuze für das Leben? – 1000 Fäuste dagegen!

Zum wie­der­hol­ten Mal wol­len am 10. März 2012 christ­lich-​fun­da­men­ta­lis­ti­sche Ab­trei­bungs­geg­ner_in­nen unter dem Motto „1000 Kreu­ze für das Leben“ durch Müns­ters In­nen­stadt zie­hen. Sie selbst geben als ihr Haupt­an­lie­gen an, mit ihrem Ge­bets­zug ein „Zei­chen zum Ge­den­ken der 1000 Kin­der [Em­bryo­nen], die an einem ge­wöhn­li­chen Werk­tag in Deutsch­land ge­tö­tet wer­den,“ set­zen zu wol­len. Als weiße Holz­kreu­ze tra­gen­de Pro­zes­si­on geben diese Chris­t_in­nen nicht nur ein gro­tes­kes Bild ab, mit ihren re­ak­tio­nä­ren Po­si­tio­nen pro­pa­gie­ren sie ein, frau­en­feind­li­ches, se­xis­ti­sches und ho­mo­pho­bes Welt­bild. Be­reits in den letz­ten Jah­ren or­ga­ni­sier­te sich da­ge­gen viel­fäl­ti­ger Pro­test und auch in die­sem Jahr sol­len die re­ak­tio­nä­ren Po­si­tio­nen nicht un­wi­der­spro­chen blei­ben.“ (Gegen 1000 Kreuze Bündnis)

Die selbsternannten Lebensretter hetzen gegen die Selbstbestimmung explizit von Frauen, sprechen sich gegen Homo- und Bisexuelle aus und erklären, dass die Europäische Rasse vom Aussterben bedroht sei. Da es im Argumentationsverhalten und den Motiven teilweise
starke Parallelen zu einem völkisch – rassistischen Weltbild gibt ist es kaum verwunderlich, dass die Demo in der Vergangenheit Anklang und Zuspruch bei der hiesigen Naziszene fand.
Lasst und den Kreuzzug abschirmen und blockieren !
Nähere Infos: http://gegen1000kreuze.blogsport.de/


Angriff beim Rosenmontags Umzug

Naziattacke in der Emsdettener Innenstadt – Meldet Naziaktivitäten !!!
Faschogrüppchen sind keine Faschingsumzüge

Während des Rosenmontagsumzug am 20.02.2012 zog gegen Nachmittag eine
fünfköpfige Gruppe Nazis in die Innenstadt, wo sie zuerst rumpöbelte
und anschließend eine Gruppe Antifaschisten/innen, in der Nähe des Rathauses angriff.
Die Angreifer schlugen mehrmals zu, unter anderem mit der Handkante
auf den Kehlkopf, und setzten Pfefferspray ein. Die Angegriffenen wehrten sich
teilweise und hielten den Attacken stand bis sich die Faschos zurückzogen.
Weder eine/r der anwesenden Bürger/innen noch die Rettungskräfte machten
Anstalten zu helfen, nicht zuletzt durch Einschüchterungen der Nazis.
Trotz verletzten war die Situation ein Erfolg, da sich der
Schlägertrupp unter anderem durch das entschlossene Standhalten
aus dem Gebiet verzog.

Dies war eine neue Eskalationsstufe rechter Gewalt, daher fordern wir alle
auf, Naziaktivitäten bei uns zu melden um effektiv über die rechte Szene
und das Ausmaß der Gewalt die von ihr ausgeht aufklären und reagieren zu können.
Wir können uns spätestens seit den Morden des „ National-Sozialistischen Untergrundes“
und den darauf folgenden Ermittlungsskandal nicht mehr nur auf den
Staat, seine Behörden, seine Repräsentanten und seiner Verfassungsschützer
verlassen deshalb müssen wir die Dinge selber anpacken.
Um dies möglich zu machen schreibt uns eine Mail, in der ihr möglichst neutral
den Sachverhalt schildert, damit nicht noch mehr rassistische Verbrechen
in der Grauzone verschwinden.
(Wenn möglich verschlüsselt / PGP Schlüssel)

Wichtig ist dabei, dass ihr keine Namen und andere Daten benutzt,
die Rückschlüsse auf eure Person zu lassen. Zudem solltet ihr dazu schreiben,
ob ihr möchtet, dass darüber die breite Öffentlichkeit informiert werden soll.

Also: Meldet Naziaktivitäten !!!